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Assoziation von Asymmetrie der Y-Balance-Test-Reichweite und Verletzungen bei Athleten der Division I

Zweck: Der Y-Balance-Test (YBT) ist ein Test des dynamischen Gleichgewichts, bei dem das Standbein balanciert werden muss, während das kontralaterale Bein in anteriorer (ANT), posteromedialer (PM) und posterolateraler (PL) Richtung greift. YBT wurde als Screening für das Verletzungsrisiko vorgeschlagen; allerdings wurde der Zusammenhang zwischen YBT und Verletzungen bisher nur in begrenztem Umfang untersucht. Das Ziel dieser Studie war es, den Zusammenhang zwischen YBT (Asymmetrie und Composite Score (CS)) und berührungslosen Verletzungen in einer Stichprobe von Division I (DI) College-Athleten aus mehreren Sportarten zu untersuchen.

Methoden: DI-College-Athleten wurden während der Voruntersuchung mit dem YBT untersucht, um die Asymmetrie (absolute Differenz zwischen den Beinen in ANT, PL und PM) und den CS (summierter Durchschnitt von rechtem/linkem ANT, PL und PM, normalisiert auf die Beinlänge) zu bestimmen. Die Teilnehmer wurden während der gesamten Sportsaison beobachtet, und Verletzungen ohne Kontakt, die ein Eingreifen des Athletiktrainers erforderten, wurden für die Analyse erfasst. Demografische Variablen zwischen verletzten und unverletzten Sportlern wurden mit unabhängigen t-Tests untersucht. Anhand von ROC-Kurven (Receiver Operating Characteristic) wurden optimale Grenzwerte für die Vorhersage von Verletzungen auf der Grundlage von CS und Asymmetrie ermittelt. CS wurde als kontinuierliche Variable analysiert, da die ROC-Kurven nicht in der Lage waren, Sensitivität und Spezifität zu maximieren. Mit logistischen Regressionsmodellen, die um die Sportart und frühere Verletzungen bereinigt wurden, wurde die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung auf der Grundlage von Asymmetrie und CS bestimmt.

Ergebnisse: Einhundertvierundachtzig Teilnehmer wurden in die Analyse einbezogen; 81 waren verletzt. Die ROC-Kurven ermittelten eine Asymmetrie >4 cm (Sensitivität, 59 %; Spezifität, 72 %) als optimalen Grenzwert für die Vorhersage von Verletzungen. Nur die ANT-Asymmetrie stand in signifikantem Zusammenhang mit einer berührungslosen Verletzung (Odds Ratio, 2,33; 95 % Konfidenzintervall, 1,15-4,76).

Schlussfolgerungen: Eine ANT-Asymmetrie >4 cm war mit einem erhöhten Risiko für eine Nicht-Kontakt-Verletzung verbunden. CS war in dieser Stichprobe von DI-Athleten nicht mit einem erhöhten Verletzungsrisiko assoziiert.