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Windtrichter-Generator stößt auf Interesse

Ein einzigartiges, auf Windtrichtern basierendes Stromerzeugungssystem, das rasch das Interesse von Investoren weckt, könnte im ersten Quartal 2016 in Betrieb gehen.

Die INVELOX-Technologie (kurz für „erhöhte Geschwindigkeit“) verwendet ein Trichtersystem, das den Wind einfängt und ihn zu bodennahen Turbinen und Rotoren bringt, um Betrieb und Wartung zu erleichtern und zu verbilligen (Abbildung 3). Ihr Entwickler, das in Minneapolis ansässige Unternehmen SheerWind, sagt, dass die Technologie die Erzeugung von Windenergie bei rekordverdächtig niedrigen Windgeschwindigkeiten von 2 m pro Sekunde an Standorten in der Nähe des Endverbrauchers ermöglicht – und sogar auf Dächern in städtischen Gebieten.

SheerWind's INVELOX funnels wind safely to ground based turbines (PRNewsFoto/SheerWind)

3. Umgekehrt. Die INVELOX-Technologie von SheerWind stellt Windkraftanlagen auf den Kopf, indem sie zunächst einen Trichter verwendet, um den Wind durch einen omnidirektionalen Einlass zu sammeln, diesen Wind zu kanalisieren, um seine Geschwindigkeit in einem ummantelten Venturi-Abschnitt zu erhöhen, und ihn dann zu mehreren Turbinen zu leiten, die am Boden abgedeckt sind. Mit freundlicher Genehmigung: SheerWind

SheerWind bestätigte Anfang Januar die Unterzeichnung einer Lizenzvereinbarung mit der niederländischen Investmentfirma Reikon Beheer, die die Vermarktung und den Einsatz des INVELOX-Systems in den Niederlanden ermöglichen wird. Die Vereinbarung folgt auf eine ähnliche Vereinbarung mit SheerWindChina, das nach eigenen Angaben bereits mit chinesischen Kunden über die Installation von zwei 200-kW-Dachanlagen und einer 1-MW-Bodenanlage verhandelt, die noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden könnten.

Während die Begeisterung für die neue Technologie wächst, wächst auch die Skepsis über ihre Realisierbarkeit. Der Start von Kanalturbinen ist aufgrund von Fragen der technischen Umsetzung und der finanziellen Tragfähigkeit nur langsam erfolgt. „Ein technisches Problem, das bisher nicht gelöst werden konnte, ist die Implementierung eines Mechanismus, der die Selbstausrichtung von großen Kanalturbinen nach der Windrichtung ermöglicht. Außerdem müssen Kanalturbinen immer noch in einer bestimmten Höhe aufgestellt werden, was sowohl die technische Komplexität als auch die Kosten erhöht“, so die Forscher in einem 2015 in der Fachzeitschrift Energy erschienenen Artikel, in dem die Leistung der Technologie bewertet wird.

Sie kamen jedoch zu dem Schluss: „Bei INVELOX entfällt die Notwendigkeit, sich selbst nach dem Wind auszurichten, da der Einlass omnidirektional ist und sich alle rotierenden Teile auf dem Boden befinden, was den Betrieb und die Wartung vereinfacht.“